Lehrreich und lecker: Energievesper kommt gut an

Etwa 100 Teilnehmer beim Energievesper im Umweltzentrum auf der Möglingshöhe/ SVS-Energieberater gibt wertvolle Tipps zum Energiesparen

Das Thema Energiesparen ist in aller Munde. Wie man seinen Haushalt mit praktischen und simplen Tipps energieeffizient umgestalten kann, verriet SVS-Energieberater Bernd Deutschbein bei der Premiere des Energievespers in Schwenningen. Circa 100 Teilnehmer waren der Einladung der SVS gefolgt und kamen ins Umweltzentrum. Die Stadtwerke Villingen-Schwenningen GmbH ist Partner der Einrichtung auf der Schwenninger Möglingshöhe. Und so bot sich die ideale Gelegenheit, im Umweltzentrum über gelebten Umweltschutz zu referieren.

Bernd Deutschbein nahm die Besucher mit zu einem virtuellen Rundgang durch seine Wohnung. „Ich lebe Energiesparen“, sagte der begeisterte Energiespar-Profi. Dass an vielen kleinen und größeren Stellen Energiesparpotenzial lauert, zeigte der Energieberater auf und sorgte des Öfteren für Staunen. Ein Besucher sagte: „Dass man so leicht Energie sparen kann, hätte ich auch nicht erwartet.“ Bernd Deutschbein gab wichtige Tipps zum Thema Beleuchtung. „Ich rate Ihnen, Qualitäts-LED-Leuchtmittel anzuschaffen und Ihre alten Energiefresser-Glühbirnen zu entsorgen. Damit sparen Sie satt.“ Nicht nur die Energiebilanz ist bei LED besser, auch die Lebensdauer ist um ein Vielfaches höher.

Weiter ging das Stromsparseminar in der Küche. Auch hier lauern jede Menge Stromfresser. Unter anderem empfiehlt der Energieberater, stets die zur Kochstelle passenden Töpfe zu verwenden, da sonst jede Menge Energie verloren geht. Außerdem sollte ein Kühlschrank in der benötigten Größe angeschafft werden. Auch hier lauert Energiesparpotential. „Sollten Sie den Kühlschrank einmal nicht voll bekommen, füllen Sie leere Wasserflaschen auf und legen Sie diese in den Kühlschrank“, so der coole Tipp des Energieexperten. Denn: „Das Wasser wird gekühlt und wenn Sie den Kühlschrank öffnen, wird das Gerät kalt gehalten.“

Nach einer voll mit Informationen gepackten Dreiviertelstunde waren die Besucher an der Reihe und stellten dem Energiespar-Profi ihre Fragen. Im Anschluss lud die SVS die Teilnehmer zum Vespern, zu einer krossen Grillwurst, und weiteren, netten Gesprächen ein.

Besuch von Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei

Das Umweltzentrums Schwarzwald Baar Neckar freute sich sehr Herrn Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei im Umweltzentrum begrüßen zu dürfen. Der Vorstand und die Hausleitung schilderten Herrn Frei die wesentlichen Aufgaben der umfangreichen Umweltbildung des Hauses. Weitere Themen waren die Hausorganisation, personelle Ausstattung und notwendige Finanzierung.  Herr Frei nahm die Einladung sehr gerne wahr und sieht eine große Notwenigkeit darin, die Einrichtung zu unterstützen. Aus seiner Sicht ist das Umweltzentrum eine hervorragende Einrichtung für Umweltbildung und stellt so einen Mehrwert für den Landkreis bzw. für die ganze Region dar. Auch spricht er seinen Dank aus, für die intensiv geleistete Arbeit des Ehrenamtes. Dies sei eine Stütze der Gesellschaft. Auch ist der Sitz des Naturschutzgroßprojektes Baar im Umweltzentrum angesiedelt. Das Projekt geht dieses Jahr nach einer intensiven Planungsphase in die Umsetzungsphase. Ein überaus wichtiges Naturschutzprojekt für die Region.

Am Ende dankte er für den offenen und konstruktiven Austausch und wird das Umweltzentrum bei Förderungen durch das Land und den Bund immer im Auge behalten.

Moosteppich im Umweltministerium angekommen

Am 16. März nahm Herr Staatssekretär André Baumann im Umweltministerium in Stuttgart eine Darstellung des Schwenninger Moos in Form eines Wandteppichs aus Wollfilz entgegen. Dieser wurde vom Umweltzentrum Schwarzwald Baar Neckar übergeben. Der Teppich ist im Rahmen eines Projektes zur Integration von geflüchteten Menschen „Mit Freundschaft begegnen - Einbindung von Flüchtlingen durch gemeinsame Naturerlebnisse“ entstanden. Gemeinsam haben geflüchtete und deutsche Frauen aus der von Evelyn Preuß ins Leben gerufene Frauengruppe des Arbeitskreises Asyl Villingen-Schwenningen diesen Wandteppich gestaltet. Dabei wurden sie handwerklich unterstützt von Ulrike v. Kutzleben-Hausen vom BUND. Gefördert wurde das Projekt von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg. Herr Staatssekretär Baumann empfang die Überbringer des Teppichs sehr herzlich und nahm sich Zeit auch über die Weiterentwicklung des Umweltzentrums zu sprechen.

Auf dem Bild sind zusehen: (von li nach re): Angie Manton (Projektleitung Umweltzentrum SBN), Ulrike v. Kutzleben-Hausen (BUND), Evelyn Preuß (Ak-Asyl VS), Armin Schott (Stellvertretender Vorsitzende UWZ), Staatssekretär André Baumann (UM).

Mit den Tieren unterwegs auf der Baar

Das Team des Umweltzentrums hat sich im  Februar in der verschneiten Region umgeschaut und einige Bilder von den Bewohnern der Baar mitgebracht. Auf den ersten Blick erscheint die offene Landschaft der Baar am kalten Wintermorgen still und relativ unbelebt. Wer aber etwas genauer hinschaut, kann einige Bewohner der Landschaft entdecken. In mehreren Teilen der Baar kommt das aus Asien stammende Damwild vor. Diese Hirschart liebt die offene Landschaft, wo Feinde früh erkennbar sind. In Rudeln lebend, verteilt sich die Aufgabe des Sichtens auf viele scharfe Augen.

Vor allem nach kalten Winternächten nutzen die Füchse die wärmenden Sonnenstrahlen, um auf Wiesen und  Äckern nach Mäusen zu suchen. Unter dem Schnee laufende Mäuse werden dabei durch das feine Gehör geortet und mit einem bogenförmigen Sprung erbeutet. Der Fuchs ist in der kalten Jahreszeit durch sein dichtes Winterfell angepasst.

Auch die Hasen feiern Winterhochzeit. Nur noch selten sind bei uns die typischen Hochzeitsansammlungen zu beobachten. Viel mehr als unter den Fressfeinden wie Fuchs und Uhu leiden die Hasen unter einer ausgeräumten Landschaft und intensiver Bodennutzung.

Eine völlig andere Strategie verfolgt das Hermelin. Der kleine Mäusejäger verfärbt sich im Winterfell weiß. Nur die Schwanzspitze bleibt schwarz. Damit ist das Tier in verschneiter Landschaft fast unsichtbar.

    

Fotos: Michael Rüttiger