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Neues vom Streuobst-Schätzle

Sommerschule am Umweltzentrum

Auch dieses Jahr fand wieder die Sommerschule des Bildungsbüros des Landratsames im Umweltzentrum statt. In der letzten Sommerferienwoche können Schüler in der Sommerschule den Nachhilfeunterricht in Deutsch und Mathe nutzen. Mittags geht es dann raus in die Natur. So wird auch besonders Wert darauf gelegt, dass die Schüler die Natur erleben und Umweltbildung erfahren. Am Ende der Woche erhalten alle Schüler eine Urkunde für die Teilnahme an der Sommerschule.

 

Insektenhotels und Vogelnisthilfen von der Stiftung Liebenau am Umweltzentrum

Wer die Tage einen Blick ins Umweltzentrum wift, entdeckt im Schaufenster die selbstgemachten Vogelnisthilfen und Insektenhotels der Stiftung Liebenau. Mit viel Liebe zum Detail sind die unterschiedlichsten Varianten für Fledermäuse, Vögel und Insekten ausgestellt. Wer Interesse an einem solchen Werk hat und die Arbeit der Stiftung unterstützen möchte, kann diese in der Werkstatt Arbeit INKLUSIVE bestellen.

Kontakt: wfbm.vs@stiftung-liebenau.de, Tel: 07721 2068269

Erstnachweis einer Rostgansbrut im Naturschutzgebiet Schwenninger Moos!

Die Vogelbeobachter im Schwenninger Moos, die regelmäßig mit ihren Ferngläsern am Steg am großen See herumlungern, hatten schon länger den leisen Verdacht, dass die Rostgans in diesem Jahr erstmalig einen Brutversuch im NSG unternehmen wollen. Heute hat der Moosexperte Werner Flues tatsächlich die frisch aus dem Nest gesprungenen Jungvögel mit ihren stolzen, aber besorgten Eltern entdeckt. Moosexperte und Naturfotograf Werner Flues besucht nach eigenen Angaben das Schwenninger Moos regelmäßig seit er 2 Jahre alt ist, vermutlich anfangs noch im "Chaisenwagen".

Die Rostgans ist eine Halbgans und kam zu Anfang des 20. Jhds nördlich der Alpen nicht vor. Ihr eigentliches Verbreitungsgebiet liegt in der asiatischen Steppe. Dennoch wird die Art nach neuesten Untersuchungen nicht als fremdländische Art angesehen. Quellen und Funde aus dem 17. Jhd. beweisen die Anwesenheit der Art nördlich der Alpen. In der Schweiz gelang in den 1960er Jahren der erste neuzeitliche Brutnachweis. In den Ursprungsverbreitungsgebieten heute durch Trockenlegung bedroht, nehmen die Bestände in Europa zu. Die meisten der europäischen Rostgänse mausern im Ijsselmeer in Holland, wo alljährlich über 10.000 Vögel aus ganz Europa zusammenkommen. Viele Vögel ziehen aber in den Südosten und überwintern in der Türkei und der angrenzenden Region. Die Rostgans brütet nicht (wie unsere gewohnten grauen Gänse) am Boden sondern in Höhlen, Eulenbrutkästen, in Kirchtürmen und auch - wie im Fall des Brutpaares im Moos- in Baumkronen und alten Greifvogelhorsten.

Das Team vom Umweltzentrum wird die Entwicklung der 9 Küken weiterverfolgen und gelegentlich berichten.

Fotos: © Werner Flues und UWZ.